Zu viel Einblick

Heute werden Wohnungen mit riesigen Fensterfronten gebaut. Oft befinden sich die Fenster nur auf der Südseite, dort, wo es sich wegen der Sonnen- und Wärmeeinstrahlung „lohnt“. Auf den anderen Hausseiten, so ist man der Meinung, gehe durch die Fenster nur Wärme verloren. Dass aber auch wichtige und vielfältige Energiequalitäten durch die Fenster ins Haus strömen können, wird bei den Energiespar-Überlegungen vernachlässigt.

Durch einseitige Bauweisen werden ungesunde Ungleichgewichte erzeugt, die sich im Leben der Wohnenden ebenfalls als Ungleichgewicht, in welcher Form auch immer, bemerkbar machen.

Beim Besichtigen der Wohnung mögen die grossflächigen Fenster beeindrucken, doch nach dem Einzug machen sich auch für Feng-Shui-Unkundige eindeutige Nachteile bemerkbar:

– Auf den fenstermässig vernachlässigten Hausseiten gibt es nur spärlich Energie und Licht, weshalb viele Bereiche düster und lahm wirken.

– Die Sonneneinstrahlung auf der Südseite ist oft zu stark,  vor allem im Winter kann die Sonne ganz schön blenden, da sie tief steht. So werden die Jalousien zur Not tagsüber geschlossen. Vorbei ist es dann mit der schönen Aussicht und der Helligkeit, und die ganze Wohnung wird durch die Fenster nur noch mangelhaft mit Energie versorgt.

– An die grossen Fenster können keine Möbel gestellt werden. Es kann unter Umständen schwierig sein, die Wohnung ausgewogen einzurichten.

– Nicht zuletzt wird unterschätzt, dass ein schöner und grosser Ausblick auch viel – zu viel – Einblick bedeutet. Man fühlt sich ausgestellt wie in einem Aquarium, Privatsphäre und Geborgenheit, die in den eigenen vier Wänden so wichtig wären, gibt es nicht.

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Dieses halbtransparente Fensterbild eignet sich für ein Büro, in dem aufgrund eines Fensters die Rückendeckung fehlt: Die Folie verhindert zu tiefe Einblicke und Energieraub, und das Symbol des Berges stärkt zusätzlich den Rücken. Gefunden bei Trenddeko.ch.

Die Situation kann entschärft werden, indem bodenlange Vorhänge angebracht werden. Weiche, leichte, fliessende Vorhänge (Yin) schaffen sowieso einen Ausgleich zum heute vorherrschenden geradlinigen und scharfkantigen Baustil (Yang).

Tagsüber sollten die Vorhänge offen bleiben, denn die Fenster sind wie Augen, und wer seine Sicht verschleiert, verliert den klaren Durchblick. Am Tag brechen die Vorhänge scharfe Linien z.B. von Fensterrahmen.

Nachts können die Vorhänge geschlossen werden, um die harten Raster-Muster der Jalousien zu relativieren und dadurch eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Ja, nachts sollten die Jalousien geschlossen werden: Von aussen hat man sonst Einblick in Ihre Privatsphäre, Sie aber können von innen nicht sehen, wer Sie betrachtet. So würden Sie, gemäss Analogie- und Resonanz-Gesetz, „Unbekannt“ direkt einladen, Ihnen Energie zu rauben. Es ist ja auch so, dass weniger Wärme verloren geht, wenn Sie Vorhänge und Jalousien schliessen, auch hier handelt es sich um eine Form von Energie.

Zusätzlich können Sie sich abgrenzen, wenn Sie…
…Pflanzen vor die Fenster stellen
…Kristalle oder Dekorationen in die Fenster hängen
…mit Fensterfarben ein Bild malen (Kinderzimmer)
…halbdurchsichtige Folien auf die Fenster kleben; diese gibt es auch mit Motiv. Ein Teil der Fensterfläche, in einem stimmigen Verhältnis zur Raumgrösse, sollte dabei natürlich frei bleiben.

Achten Sie darauf, dass das Fenster ein einheitliches, in sich stimmiges und zum Raum passendes Bild abgibt und nicht einem „Flickwerk“ ähnelt.

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