Wenn man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht

Diese Wand mag einen tollen Effekt haben, da das „Allerlei“ gewollt und konzipiert ist. Die einzelnen Symbole verlieren hier jedoch ihre Bedeutung, es ist einfach „zu viel“. Ein Übergeordnetes Ganzes als Symbol gibt es hier nicht.

Stellen Sie sich einen Raum vor, der mit „Allerlei“ geschmückt ist, was sich im Verlauf der Jahre angesammelt hat, darunter auch (ungeliebte) Geschenke von (ungeliebten) Verwandten. Wie kommt es zu so einer Raumsituation?

Der Raum spiegelt den Menschen:

Man räumt in seinem Leben vielen Dingen einen Stellenwert ein, die gar nicht, oder längst nicht mehr, „zu einen gehören“.

Wenn man in seiner Wohnung einfach beliebig das platziert, was man von anderen erhält, bedeutet das auch: Man lässt unmittelbar und unkritisch Inhalte in sein Leben, die andere an einen herantragen; man ist ständig von der Energie anderer umgeben, man richtet sein Leben nach den Meinungen und (vermeintlichen) Erwartungen anderer aus (und ein), die eigenen Wünsche nimmt man nicht wichtig oder gar nicht wahr.
Wenn die Einrichtung verstaubt wirkt, seit Jahren die gleiche ist und sich mehr und mehr Gerümpel ansammelt, heisst das auch, dass es lange her ist, dass man seinen eigenen Lebensweg bewusst reflektiert und wenn nötig die Richtung korrigiert hat.
Man ist in letzter Zeit nicht mit dem Fluss des Lebens geschwommen, sondern in einem fernen Ozean aus fremden Vorgaben umher gedriftet.

Eine solche Situation macht sich auf verschiedenen Ebenen bemerkbar:

  • Die einzelnen Stücke kommen nicht zur Geltung. Es sieht einfach nur nach „viel“ aus, und man fühlt sich je nachdem bei so einem Anblick leicht überfordert.
  • Die Gegenstände passen nicht zusammen, man fragt sich als Betrachtende, was das soll, es gibt keine Einheit, kein Ganzes.
  • Alle Einzelstücke zu pflegen und zu verwalten ist aufwändig. Man schlägt sich mit Gegenständen herum, die man gar nicht mag, das zehrt an den Energiereserven.
  • Immer die vielen verschiedenen Erwartungen anderer vor Augen zu haben und zwischen ihnen zu „jonglieren“, raubt – natürlich – ebenfalls Energie. Zielen nachzustreben, die nicht die eigenen sind, ist sehr anstrengend, vor allem, wenn man dann auch noch zwischen widersprüchlichen Wegrichtungen den Spagat versucht.
  • Es ist schwierig, sich seiner Situation bewusst zu werden, weil es einen einfach ständig „zu viel“ ist, man ist überfordert und sieht vor lauter verschiedenen Bäumen den Wald nicht mehr. Das ist die Analogie zur beschriebenen Raumsituation.

Was kann man nun tun?

Einer leeren Wand kann durch direktes Aufmalen der „Seelenblüte“ Energie und Ausdruck verliehen werden.

Wer in dieser Situation offen dafür ist, kann erkennen, dass er oder sie in einer Sackgasse steckt: Es ist weder unsere Aufgabe noch macht es uns glücklich, fremde Erwartungen zu erfüllen. Sondern wir dürfen entspannt mit dem Fluss des Lebens fliessen und seine Veränderungen annehmen. Wenn wir unseren eigenen Weg entdecken und  gehen, erfüllt uns dies mit Freude und alles geht mit Leichtigkeit, weil es dann einfach stimmt.

Um Veränderungen zu erwirken, müssen wir alte Zöpfe abschneiden und hinderliche Glaubenssätze aufgeben.

Feng Shui unterstützt den Prozess: Stücke, die „nicht zu uns gehören“, werden entfernt. Wenn es schwer fällt, zuerst in den Keller, um sie später ganz zu entsorgen. Der Raum soll möglichst leer werden. (Nur in die Leere kann Neues kommen.)

Nun suchen wir ein starkes Symbol für einen eigenen Wunsch oder ein eigenes Ziel. Dieses Symbol darf den ganzen Bereich schmücken, in den ganzen Raum strahlen. Es soll möglichst ausdrucksstark sein und den ihm gebührenden Raum vollumfänglich einnehmen.

Der vorhin unbewusst mit Allerlei angefüllte Raum wird nun bewusst gestaltet.
Mit der Wahl und der Platzierung unseres Symbols übernehmen wir Verantwortung. Wir nehmen unser Leben (wieder) in die Hand.
Der eigene Lebensweg wird ab jetzt bewusster beschritten, im Einklang mit der eigenen inneren Führung.
So kann das intuitive Feng Shui wirken.

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