Ufrichti und Geburt eines Hauses

Beim Spaziergang durch unser Stadtquartier ist mir neulich das Richtbäumchen auf dem wiederaufgebauten Nachbarhaus aufgefallen.

So ein Bäumchen wird auf dem fertig errichteten Dachstuhl als Symbol für den Stolz der Bauherrschaft und der Handwerker angebracht. Der Reststumpf des Bäumchens, das beim Decken oder Verschalen des Daches abgesägt werden muss, verbleibt als Glücksbringer für immer auf der Firstpfette.

Was hat die „Ufrichti“ (Richtfest) mit Feng Shui zu tun?

Erstmal bietet sich bei diesem Anlass Gelegenheit für Dankbarkeit. Dank gebührt den Bauarbeitern, aber auch dem Universum, dass der Bau unfallfrei gelungen ist. Auch der Bauherrschaft kann für den Auftrag gedankt werden, für das Haus können gute Wünsche formuliert werden. Es geht darum, sowohl die vorangegangene Arbeit als auch die Zukunft zu würdigen.

„Wir wollen gratulieren,
gerichtet ist das Haus,
hat Fenster und hat Türen
und sieht gar stattlich aus.

Der Maurer hats gemauert,
der Zimmerer überdacht;
doch dass es hält und dauert,
das steht in Gottes Macht.

Schützt das Dach vor Regen,
die Mauer vor dem Wind,
so ist doch allerwegen an Gott allein gelegen,
ob wir geborgen sind.“

Das gesellige Beisammensein, das auf die Richtzeremonie folgt, erfüllt den Ort mit Lebensfreude.

Zeremonien wie das Richtfest sind im Sinn von Feng Shui ein Richten der Aufmerksamkeit auf das Erwünschte. Erzielt wird dadurch, dass die Energien für das Haus sowie alle Beteiligten in günstige Bahnen gelenkt werden (Kausalitätsgesetz, Resonanzgesetz).

Das „Geburtsdatum“ eines Hauses (dieses wird im klassischen Feng Shui für die Berechnungen benötigt) richtet sich nach dem Verschluss des Daches. Ab diesem Zeitpunkt strömt die Energie nicht mehr hauptsächlich von oben ins Haus (kosmische Energie), sondern das Haus wird durch die, die es bewohnen und betreten, mit deren Energien belebt.

Beim Einzug in ein neu erbautes Haus sind die Energien der Handwerker noch präsent (neben weiteren Energien, die bereits vor dem Bau auf dem Grundstück vorhanden waren). Gut möglich, dass die Handwerker ab und zu geflucht haben bei der Arbeit oder schroff miteinander umgegangen sind. Um Energien, die nicht zu den Wohnenden gehören (z.B. die Schwingungen des Streits), zu neutralisieren, empfiehlt sich ein Einzugsritual, beispielsweise in Form einer Räucherung.

Ich wünsche einen vergnüglichen Zügeltermin! 🙂

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