Ruhe finden

Wir nehmen die Welt um uns herum mit allen Sinnen wahr. Unsere akustische Umgebung beeinflusst uns genauso wie das, was wir mit den Augen sehen.

Unsere Welt ist schnell und laut. Verkehrslärm und Dauerberieselung mit Musik und Nachrichten rauben uns Nerven und Schlaf. Je nach Wohnort ist es um uns herum nie still, dauernd werden wir abgelenkt.
Auch wir sind rastlos. Selbst wenn wir Lärm und Hast für eine kurze Weile zu verbannen vermögen, bemerken wir eine hartnäckige innere Unruhe. Abschalten fällt schwer, unverarbeitete Bilder und Gedanken drängen sich auf.

Der Lärm, den wir selbst verursachen und bei anderen als störend wahrnehmen, ist ein Spiegelbild von uns selbst. Unsere innere Unruhe, unser Suchen, unser Getriebensein, unsere Rastlosigkeit, unsere Ungeduld und Hektik. Wir wollen immer irgendwo hin und das möglichst schnell und ohne Störung. Was suchen wir?

Ein Spiegelbild will uns immer etwas aufzeigen, uns zu etwas veranlassen. Dieses hier macht uns auf den „Lärm“, auf die Unruhe in uns aufmerksam.

Wenn wir zur Ruhe kommen wollen, müssen wir bereit sein, uns dem zu stellen, was wir in unserem „Innen“ wahrnehmen. Aus Angst vor der Konfrontation mit Unerledigtem, Ungelöstem, Unverarbeitetem mögen wir dieser Begegnung lange ausgewichen sein. Langfristig kann dieses Ausweichen zu Stress und Spannungen und letztlich zu so genannten „psychosomatischen Erkrankungen“ führen – es lohnt sich, den Mut aufzubringen und sich ungelösten Themen jetzt zu stellen.
Schon alleine diese ersten Schritte – die Erkenntnis und die Entscheidung zur Veränderung – werden dazu beitragen, dass sich erste Spannungen legen und erste Widerstände auflösen.

Dass wir uns auf diesem Weg auch unseren Schwächen stellen müssen, mag zuerst unangenehm erscheinen, im Nachhinein ist es aber sehr befreiend. Wir dürfen unsere Schwächen akzeptieren und sie integrieren. Unsere Selbstannahme und Selbstliebe werden dadurch wachsen. Was wir so unruhig suchen, ist Liebe. Statt dass wir sie im Aussen suchen und sie von anderen Menschen erwarten und erhoffen, dürfen wir sie in uns selbst finden und uns selbst geben. So finden wir Ruhe.

Beispiel eines leisen und eines lauten Farbkontrastes

In der Wohnung können Sie den Prozess unterstützen, indem Sie regelmässig entrümpeln und unnötigen Ballast abwerfen. Entfernen Sie das „Zuviel“ an Dekoration und Krimskrams, das vom Wesentlichen ablenkt. Stellen Sie sich die Frage, was in Ihrem Umfeld wirklich zu Ihnen gehört und was Sie nur aus Prestigegründen, wegen eines Modetrends oder um jemand anderem zu gefallen angeschafft oder behalten haben.
Verwenden Sie beruhigende Farben (keine knalligen Farbtöne, keine „lauten“ Kontraste, besser erdige Töne, Ton in Ton) und wählen Sie eher runde als spitze Formen.
Verzichten Sie manchmal bewusst auf Hintergrundgeräusche (Musik, Radio, Fernseher).

Gehen wir unseren inneren Weg weiter, stellen wir fest, dass wir ruhiger werden, dass sich vieles in uns klärt und dass wir mit uns mehr und mehr ins Reine kommen dürfen. Ja, wir selbst müssen immer weniger „laut sein“ und auf uns aufmerksam machen, denn die Aufmerksamkeit (Liebe), nach der wir gesucht haben, finden wir mehr und mehr in uns selbst.

Dadurch, dass wir weniger mit dem „Lauten“ in Resonanz sind (da wir innerlich ruhiger geworden sind), wird uns auch der Umgebungslärm weniger stören und beeinflussen. Oder unsere innere Wandlung wirkt sich dahingehend aus, dass wir uns auch im Aussen eine ruhigere Umgebung, einen ruhigeren „Raum“ suchen und den Wohnort wechseln. Auch das ist Feng Shui! 🙂

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