Neue Wohntürme auf der Luzerner Allmend

Das Projekt „Hochzwei“ ist in aller Munde. Ab Oktober 2012 können in den beiden Türmen auf der Allmend Luzern 283 neue Wohnungen mit 2.5 bis 5.5 Zimmern gemietet werden.

Höchste Zeit also, diesen Bau nach Feng Shui unter die Lupe zu nehmen! 🙂

Erstmal werden die Bauten mit dem Gütesiegel „greenproperty“ beworben, welches für eine nachhaltige Bauweise steht und selbstverständlich ganz im Sinn von Feng Shui ist.

Hier fliesst die Energie beschleunigt und direkt zum Fenster hinaus. Man möchte Ziele ohne Umwege und möglichst rasch verwirklichen, stellt aber am Ende fest, dass es sich um Illusionen gehandelt hat statt um eigene, wahre Ziele. In diesem Grundriss gibt es einige Fehlbereiche und scharfe Kanten.

Zumindest in den oberen Wohnungen geniesst man eine weite Aussicht auf die Stadt, die grosse Grünfläche der Allmend, auf Wälder und die Berge – ganz zuoberst kann man sogar den Vierwaldstättersee erblicken. So hat man Einflüsse von allen fünf Elementen, die von aussen in die Wohnung strömen können. Die Berge sind Kraftspender, sie vermitteln Stabilität und Rückhalt. Die schroffen Felsen sind weit genug entfernt, so dass sie nicht angriffig wirken.

Gerade weil die meisten Wohnungen höher als die 3. Etage sind (im einen Turm gibt es 26, im anderen 30 Etagen), ist die Unterstützung durch die Berglandschaft wohl wichtig.

Neben den beiden Wohntürmen befinden sich das Fussbaldstadion des FC Luzern sowie ein Sportzentrum mit Hallenbad, Doppelturnhalle, Fitnesspark, Einkaufsläden und Restaurant.

Durch die grosszügigen Rundungen wirkt dieser Grundriss sehr weiblich. Er zeigt jedoch auch innere Widersprüche an (versetzte Türen) sowie Verletzungen und Aggression (scharfe Kanten).

Verkehrstechnisch ist die Allmend gut erschlossen: Busse verkehren quasi vor der Haustür, und ab 2013 wird eine unterirdische Haltestelle der neuen Zentralbahn in Betrieb genommen. Die Autobahneinfahrt liegt 2.5 km entfernt, eine Tiefgarage steht den Mieterinnen und Mietern zur Verfügung. Diese Wohnlage wird also mobile, flexible, weltoffene Menschen anziehen.

Die Höhe der Wohntürme beträgt 77 und 88 Meter, was für doppelte Leichtigkeit bzw. doppelte Fülle steht (sehr vereinfacht).

Farblich werden an den Gebäude auf der Allmend vor allem Gold- und Blautöne verwendet. Betrachtet man dies mit dem Aura-Soma-Farbsystem, verraten die Flaschen B32 (Königsblau-Gold) und B97 (Gold-Königsblau) „eine Nachricht von guten Dingen, die kommen werden“: Werte werden neu betrachtet, man darf mit den eigenen Gefühlen in Berührung kommen und tiefe Weisheit, Herz und Frieden werden nach aussen getragen.

Alle vier Gebäude kommen – zumindest von weitem betrachtet, ohne scharfe Ecken und Kanten daher, die Formen sind fliessend, rund, organisch.

Bei näherer Betrachtung muss man jedoch feststellen, dass die vertikalen Aluminiumprofile, die geradewegs in die Wohnungen weisen, schneidend und scharf sind.  Solche Schärfen stehen dafür, dass womöglich im Leben der Wohnenden ebenfalls „einschneidende“ Einflüsse aus dem eigenen Umfeld wahrgenommen werden, man fühlt sich beispielsweise unter Stress oder durch andere Personen „gepiesakt“.

Den Wohnungen in der Höhe fehlt es an Erdung. Man läuft dort Gefahr, „abzuheben“ und den Bezug zur (irdischen) Realität zu verlieren.

Durch die Fenster, die an der ganzen Fassade bis zum Boden reichen, fliesst viel Energie nach draussen (ins „Aussen“). Man fühlt sich unsicher, am Abgrund. Hier wirken wenigstens die vertikalen Streben etwas hemmend, auch wenn sie leider scharfkantig sind.

Auch die zum Angebot gehörenden so genannten „LivingServices“ entsprechen der aus der Wohnung abfliessenden Energie: Sie bieten Wohnungs- und Fensterreinigung und gar einen „Trouble Shooter“, der bei allen möglichen Problemen Hand bieten soll. Hier sieht es mit dem Feng Shui so aus: Die eigene Wohnung symbolisiert das eigene Leben. Gibt man nun sämtliche Verantwortung dafür an andere ab, bedeutet das womöglich, dass man sich auch um sein wirkliches Leben nicht kümmern mag. Mit dem Bagua erhalten alle Ecken der Wohnung eine Bedeutung. Wenn ich zumindest ab und zu selbst die Wohnung pflege oder liebevoll ein Bild aufhänge, dann kümmere ich mich um den betreffenden Bereich. Lasse ich aber alles komplett von anderen erledigen und somit auch fremdbestimmen, weil ich mir für mein Leben keine Zeit nehme, dann wird es problematisch. Ich eile dann nämlich einem „anderen“ Leben nach, von dem ich denke, es sei meins, jedoch ist es ein Leben im „Aussen“, das mich nicht glücklich machen wird.

Hier gibt es ebenfalls viel Rundes, doch der Grundriss ist nicht ausgeglichen, er verläuft vor allem in den Bereichen 8 und 1 „blitzartig“, dort gibt es auch einen grösseren Fehlbereich. Der Grundriss erinnert an einen Elefanten. Ein Elefant kann sanft und liebevoll sein (runde Formen), kann jedoch auch sehr zornig und gefährlich werden (blitzartige Formen). Die Wohnenden werden diese Energiequalitäten in ihrem Leben wahrnehmen.

Nun noch ein paar Worte zu den Bodenbelägen: Im Wohnbereich und in den Zimmern werden die teureren Wohnungen (Ausbaustandards „Premium“ und „Penthouse“) mit Parkett ausgestattet. Als Fundament eignet sich dieser sehr gut.

Die Wohnungen mit dem geringsten Ausbaustandard („Style“) erhalten in diesen Bereichen einen Anhydrit-Boden. Dies ist ein gegossener Fussboden, der vor allem in der Industrie verwendet wurde. Der Boden ist gräulich, ähnlich wie Beton, und glänzt schwach. Ein solcher Boden ist aus Feng Shui-Sicht nicht empfehlenswert: Die Farbe Grau ist dem Wasser und dem Metall (Luft) zugeordnet. Ein Fundament aus diesen Elementen ist kein stabiles. Der schwache Glanz macht die Atmosphäre umso ungemütlicher: Reflexion bedeutet Abweisung. Es wird geschickten Einrichterinnen und Einrichtern nur mit geeigneten Teppichen gelingen, dies auszugleichen. Dabei geht es auch darum, das Verhältnis zwischen Yang (in diesem Fall abweisend, kühl) und Yin (in diesem Fall aufnehmend, Geborgenheit bietend) auszugleichen.

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