Leben Sie Ihr Leben?

Wenn wir annehmen, unsere Wohnung widerspiegle unser Leben (und davon geht das intuitive Feng Shui aus), dann können wir die Eingangstür als Zugang zu unserem Leben interpretieren. An der Lage der Eingangstür können wir also ablesen, welches Hauptthema wir momentan im Leben bearbeiten. Am häufigsten befindet sich ein Eingang im Bereich 1, es ist also für die meisten Wohnenden das Hauptthema, ihren eigenen Weg zu finden und eigenverantwortlich zu gehen. Das mag banal klingen, aber – seien Sie ehrlich – wissen Sie immer ganz genau, welchen Weg Sie einschlagen wollen? Und fühlt sich der von Ihnen gewählte Weg immer stimmig an, oder müssen Sie sich manchmal eingestehen, dass Sie nicht ganz im Einklang mit Ihrem Herzen entschieden und gelebt haben?… Den eigenen Weg zu gehen, ist gar nicht immer so einfach. 😉

Das Hauptthema für die Wohnenden wäre es, den eigenen Weg zu finden und zu gehen (Eingangstür im Bereich 1).

Manche Wohnenden benützen statt des Haupteingangs einen Zweit- oder Nebeneingang, um ihr Haus zu betreten (bei Wohnungen gibt es ja meist nur eine Eingangstür). Was hat das zu bedeuten?

Wird ein Kellereingang benützt (beispielsweise nach der Zufahrt in eine Tiefgarage), werden die Wohnenden mit der Vergangenheit (Untergeschoss) konfrontiert, bevor sie in die Gegenwart (Erdgeschoss) kommen. Dies könnte sich zeigen, indem alte Geschichten nicht aufgelöst sind und die Wohnenden beispielsweise nachtragend sind oder in einer anderen Form immer wieder von der Vergangenheit eingeholt werden. Dies ist problematisch und blockiert die Betroffenen in ihrem gegenwärtigen Dasein.

Wird das Erdgeschoss über die Kellertreppe betreten, verändert sich das ganze Bagua.

Wird das Erdgeschoss von der Kellertreppe aus in einer anderen Richtung betreten als durch den Haupteingang, ergibt sich ein verändertes Bagua für das Erdgeschoss (für das Auflegen des Bagua ist dann der oberste Treppenabsatz massgeblich). In diesem Fall werden die eigentlichen gegenwärtigen Aufgaben nicht angegangen. Die anstehenden Themen werden „umgangen“ und nicht gelebt, trotzdem sind sie jedoch vorhanden (und zeigen sich dann vielleicht durch ein Hintertürchen – so mag es zumindest den Wohnenden vorkommen). Da das ganze Bagua verdreht wird, sind alle Lebensbereiche von diesem „Ausweichen“ betroffen, nicht nur der Eingang.

Wohnende, die ihre Haupteingangstür nicht benützen, müssen sich wie „Fremde“ oder „Besucher“ vorkommen, tun sie dies doch einmal. Im übertragenen Sinn kann man sagen, dass ihnen ein Teil ihres für sie vorgesehenes Lebens fremd sein muss, und zwar der erste Schritt davon. Fehlt aber der erste Schritt, so ist es schwierig, seinen Weg zu finden. Die Verantwortung für den ersten (wichtigsten) Schritt übertragen diese Leute lieber anderen (dem Besuch). Eingänge, die nicht benützt werden, wirken „leer“: Hier tritt niemand in sein eigenes Leben. Oft findet man eine verwahrloste Garderobe, (Fuss-)Spuren des Lebens sucht man vergeblich.

Falls Sie Ihr Haus durch eine Nebentür betreten, versuchen Sie einmal, über mehrere Wochen hinweg die Haupttüre zu verwenden und beobachten Sie die Veränderungen in Ihrem Leben. Im besten Fall gewinnen Sie neue Erkenntnisse, denn Sie blicken nun aus einer anderen Perspektive auf Ihr Leben. 🙂

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