Es ging nicht mit rechten Dingen zu

Am 12. April 2011 löste sich im Erlebnisbad Bernaqua eine über 100 Quadratmeter grosse Deckenplatte aus Gips mit Isolationsmaterial und stürzte über zehn Meter in die Tiefe.

In der Presse wurden nach dem Vorfall schnell weitere Mängel des Einkaufszentrums Westside, in dem sich das Erlebnisbad befindet, benannt: Während des Erbaus mussten die Behörden wegen Schwarzarbeit und Lohndumpings Sanktionen ergreifen. Nach der Eröffnung 2008 lösten sich im McDonald’s zum ersten Mal Deckenplatten und verletzten spielende Kinder. Eine zu gefährliche Wasserrutsche musste wieder umgebaut und verlangsamt werden, eine Frau hatte sich darauf den Ellbogen gebrochen. Im Januar 2009 entdeckte man im Westside Rostflecken an Wänden, Treppen und Lampen sowie mehrere Meter lange Risse in der Betondecke des Parkdecks 2, die von Wasserschäden herrühren sollen. Die Bodenplatten im Bad seien ausserdem zu rutschig gewesen und hätten immer wieder zu Unfällen geführt.

Als Ursachen für die vielen Missstände wird unter anderem der hohe Zeit- und Kostendruck während der Bauphase diskutiert. Möglicherweise sollen auch Vibrationen von Helikoptern zum Deckeneinsturz  im Bad geführt haben. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Die Beteiligten beteuern, der Zeitplan während der Bauphase und die Bauvorschriften seien eingehalten worden. Verantwortlich für die Mängel mag niemand so richtig sein.

Durch die „Feng Shui-Brille“ fallen uns am Einkaufszentrum Westside als erstes die unregelmässigen Formen auf. Auf rechte Winkel wurde offenbar möglichst verzichtet, auch im Inneren des Gebäudes. Lange gerade Linien, die in spitze Winkel münden, stehen für Aggressivität und Angriffigkeit. In einem Einkaufszentrum können solche Formen zum Beispiel übertriebenes Konkurrenzdenken oder Geldgier andeuten. An einem Ort der Entspannung (Bad) scheinen sie auf alle Fälle fehl am Platz.

Die vielen schrägen Formen können wir auch als Anzeiger dafür sehen, dass schon in der Planungs- und Bauphase etwas „nicht mit rechten Dingen“ zuging. Wenn der rechte Winkel (Struktur, Ordnung, Sicherheit, Rechtmässigkeit, Erdung) dermassen fehlt, kann auf Halt- und Planlosigkeit bis hin zu illegalen Machenschaften (Schwarzarbeit) usw. geschlossen werden. (Sehen Sie zum rechten Winkel auch die News im Juni 2010.)

Ein weiterer Hinweis auf das fehlende Fundament dieses Einkaufszentrums ist die Autobahn, die direkt unter dem Gebäude durchführt. Die Erdung wird so dauerhaft gestört, das Fundament wird „untergraben“, eine Unruhe ist immer präsent.

Der gesamte Grundriss erinnert an einen Revolver und zeigt wiederum Aggression an.

Feng Shui ist also einerseits ein Werkzeug, um Zusammenhänge mittels Analogien zu erkennen. Es geht dabei nicht um Anklage oder Schuldzuweisung, sondern um Erkenntnisse, die wir über unkonventionelle Kanäle gewinnen oder bestätigen können.

Eine Überprüfung des Bauvorhabens mit Feng Shui hätte zu einer fundierteren und harmonischeren Gestaltung und Bauweise und damit zu befriedigenderen und sichereren Arbeitsabläufen während der Bauphase verhelfen können. Voraussetzung dafür wäre ein entsprechendes Bewusstsein und Offenheit der Planenden gewesen – was offenbar nicht gegeben war.

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