Die Türen zu unserer Vergesslichkeit

Tuere VergesslichkeitDie Bedeutung einer Türschwelle im Feng Shui

Überschreiten wir eine Haus- oder Wohnungstür, treten wir in eine kleine Welt ein, die ihre ganz eigene Geschichte offenbart.
Die Türschwelle symbolisiert den Übergang und hat eine ganz wichtige Bedeutung. Es ist förderlich, die Türe speziell zu würdigen, gestalterisch zu betonen oder mit einer Information zu versehen, die ins Haus gelangen soll.

An jeder Zimmertürschwelle können wir das Bagua neu auflegen, denn jeder Raum bildet eine Einheit für sich, die wieder alle Lebensbereiche abdeckt (ausgenommen Fehlbereiche natürlich).
In offenen Räumen können engere Durchgänge oder eine Markierung, z.B. durch zwei Pflanzen, eine Tür symbolisieren, und auch an diesen „gefühlte Türschwellen“ kann wiederum ein Bagua angelegt werden, um die Aussage des Raumes zu lesen.
Türen und „gefühlte Türen“ verbinden also quasi jedes Mal zwei Mini-Welten miteinander, die (echten oder „gefühlten“) Türschwellen trennen sie aber gleichzeitig auch voneinander.

Die Forschungsergebnisse aus dem unten stehenden Artikel erscheinen offensichtlich, wenn man sich mit der Symbolik von Türen auseinander gesetzt hat.

_

Die Türen zu unserer Vergesslichkeit
erschienen am 20. April 2014 im „20 Minuten online“

Sollten Sie das nächste Mal vor dem Regal stehen und keine Ahnung mehr haben, was Sie gerade vorhatten, dann werden Sie nicht alt, sondern haben lediglich eine Tür zu viel geöffnet.
Wer kennt es nicht: Zielstrebig marschiert man ins nächste Zimmer, steht vor dem Regal und … hat keinen blassen Schimmer mehr, was man eigentlich gerade tun wollte. Nein, Sie müssen sich keine Sorgen machen. Diese besondere Art der Vergesslichkeit kommt in den besten Familien vor.
Diese plötzlich auftretende Ratlosigkeit kann zwar nervtötend sein – doch, seien wir ehrlich, auch ganz unterhaltsam. Vor allem dann, wenn es jemand anderem passiert. Richtig spannend wird es aber, wenn man sich mit den Gründen für diese überraschende Verwirrtheit beschäftigt: Schuld sind nämlich angeblich die Türen.

Das Risiko des Kühlschrankmoments
Nein, tatsächlich sind keine metaphorischen Gehirntüren gemeint, sondern wirkliche Türen – die, die man gerne jemandem vor der Nase zuschlägt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Gabriel Radvandsky, Professor der Universität Notre Dame. Bei seinem Experiment sollten 60 Teilnehmer verschiedene Holzklötze in eine Kiste packen und von einem Tisch zum anderen tragen. Dabei mussten einige Probanden auf dem Weg zum zweiten Tisch erst durch eine Tür, andere nicht. Anschliessend sollten die Studienteilnehmer «ihre» Holzklötze auf einem Computer wiedererkennen. Diejenigen, die durch eine Tür gegangen waren, konnten sich viel schlechter erinnern als jene Teilnehmer, die ihre Klötze ohne geradewegs zum anderen Tisch tragen konnten.
Türschwellen erhöhen also unser Risiko in kompletter Ratlosigkeit vor dem Kühlschrank zu stehen und unnötig unsere Zeit zu verplempern. Dabei soll es nicht einmal einen Unterschied machen, ob die Türen real oder fiktiv, zum Beispiel computersimuliert, sind. Radvanskys Erklärung dieses kuriosen Phänomens ist dennoch relativ simpel: Türen seien eine Art Erlebnisgrenze. Das Gehirn zieht also automatisch einen Schlussstrich unter eine Handlung, sobald man eine Tür passiert. (…)

 

Dieser Beitrag wurde unter News abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.