Die andere Sichtweise

Kürzlich erreichte mich folgende Frage: „Ich wohne in Südafrika, wie verhält es sich hier mit dem Verhältnis Nord / Süd? Muss dann das magische Quadrat, das Bagua umgedreht werden?“ Diese Frage stellte ich mir auch 2004, bei meinem Besuch in Bali.

Die Fähigkeit zum Wechseln der Sichtweise ist grundsätzlich Bestandteil unserer Entwicklung und von Natur aus in uns angelegt. Sie nützt uns vor allem dann, wenn wir das Gefühl haben, in einer Sache oder Thema nicht weiter zu kommen. Was es damit im Feng-Shui auf sich hat, möchte ich ergänzend zum Thema Perspektivenwechsel (NL vom 1. Juli) diesmal näher auf den Grund gehen.

Vorweg  zu den Fragen: Das magische Quadrat mit dem Bagua muss nicht „umgedreht“ werden, aber man wird das Haus umdrehen, das heisst, den klimatischen Verhältnissen anpassen. Der Eingang, Bereich „Karriere“, mit dem Norden assoziert, liegt dann zwar vielleicht im Süden, aber das ist auch bei uns oft der Fall. Die subjektive Wahrnehmung von Haus / Wohnung beginnt immer bei der Eingangstüre, egal in welcher Himmelsrichtung sie liegt. Der Beginn bzw. unter welchem Stern die Lebenssituation steht, wird aber jeweils von der Qualität dieser Himmelsrichtung stark beeinflusst sein. Zum Beispiel wird ein Mensch auf der südlichen Halbkugel, dessen Eingangsbereich im Süden liegt, und dessen Haus nach Norden ausgerichtet ist, gastfreundlich sein und zu heiterer Besonnenheit neigen, während dieselbe Situation bei einem Menschen auf der nördlichen Halbkugel in Isolation und Vereinsamung führen kann, denn bei uns wendet er sich in diesem Fall nicht der Sonne zu, sondern dem Schatten. Jedoch … ein tagsüber sehr aktiver oder gestresster Mensch findet dann abends eher zur Ruhe und kann leichter abschalten.

Der Bereich „Karriere“ wird in seiner Aussage mit dem Norden und dem Element Wasser assoziiert und analog auf den Menschen übertragen. Legen wir den menschlichen Körper auf das Bagua, entspricht dieser Bereich dem Kopf (die Füsse entsprechen dem Süden). Das mag auf der südlichen Halbkugel ungewöhnlich erscheinen, weil der Norden dort in seiner Qualität, nach unserem Verständnis, eher dem Süden gleicht, aber nur, wenn man dabei lediglich bis zum „Äquator“ denkt, das heisst nur die Hälfte der Erdkugel in Betracht zieht. Betrachten wir aber das Ganze, ergibt sich ein anderes Bild.
Trotzdem mag man sich fragen: Was haben die Eingangstür, die Karriere (auch Lebensweg), das Wasser, der Norden und der Kopf des Menschen gemeinsam?

Den Anfang

Um das zu verstehen müssen wir analoges Denken mit einbeziehen, das uns zwar nicht so geläufig ist, aber ohne es können wir Zusammenhänge nicht erfassen.

– Die Eingangstür steht für den Anfang, denn hier beginnt die Wahrnehmung der Räumlichkeiten und hier beginnt das Wohnen.

– Als Karriere bezeichnet man einen Weg, im weitestens Sinne den Lebensweg. Eine bestimmte Absicht steht an seinem Anfang.

– Der Kopf, wo sich vier von fünf Sinnesorganen befinden: Augen, Ohren, Nase, Mund und vor allem auch unser Hirn, ist die Voraussetzung für unsere Wahrnehmung und steht insofern ebenfalls für den Anfang. Bewusstsein ist zwar nicht nur im Hirn, aber es wird von unserem Denkvermögen wesentlich beeinflusst und ist ausschlaggebend für die Art der Wahrnehmung. Ohne Bewusstsein wären weder der Tastsinn, noch Gefühle, noch der 6. Sinn existent, weil nicht wahrnehmbar. Bezeichnenderweise kommen wir normalerweise ja auch mit dem Kopf voran auf die Welt und werden mit den Füssen voran aus dem Zimmer getragen, wenn wir gestorben sind. Der Kopf steht für das ruhende Prinzip und die Füsse bzw. der Süden, für das Prinzip der Fortbewegung. Beide Pole korrespondieren miteinander wie jede Polarität – das eine ergibt das andere und umgekehrt. Das scheint ein ewiger Kreislauf zu sein, der trotzdem, aus unserer Sicht der Endlichkeit, einen Anfang und ein Ende hat.

Spirituelles Feng-Shui: Die Wohnung / Haus ist der Spiegel deines Selbst, dabei gibt es keine guten oder schlechten Qualitäten oder Situationen, es gibt nur verschiedene. Die Frage ist nur, wie der Einzelne damit umgeht. Ob sich das für ihn eher konstruktiv oder destruktiv auswirkt, ist relativ. Da ihm das oft gar nicht bewusst ist, kann Feng-Shui ihm eine Hilfe und Unterstützung sein. Bei einer Beratung steht immer der individuelle Mensch im Mittelpunkt.

Tipp: Apropos Karriere / Lebensweg… Kennst Du Deinen? Im Baguabereich 1 ist ersichtlich, ob Du ihn kennst und wie Du ihn gehst.

In meinem Workshop am 6. /7. November zeige ich Dir, wie Du Anworten bekommst, Deinen Lebensweg und Deine Berufung erkennen kannst und vieles mehr. In diesem Seminar werden Deine Sinne, Wahrnehmung und Intuition aktiviert und das Bewusstsein bekommt eine erweiterte Sichtweise, welches in dieser aussergewöhnlichen Zeit sehr hilfreich und dienlich ist.

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Herzlichst, Deine Bettina

 

 

 

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