Badezimmer – Stilles Örtchen

Das Badezimmer / WC steht für Reinigung, auch Be-reinigung, bzw. für das Loslassen dessen, was wir nicht mehr brauchen. Je nachdem, in welchem Bagua-Bereich sich das Bad und das WC befinden, betrifft es speziell das jeweilige Thema des Baguas. Ist noch zusätzlich eine Gästetoilette vorhanden, dann ist das Loslassen auch für den Besuch gedacht. Für uns selbst ergibt sich dann ein weiteres Thema, nämlich bestimmte Bewusstseinsinhalte (oft auch Personen und Geschehnisse) loszulassen.
Bad und Toilette haben etwas Zwingendes an sich, nämlich unser Bewusstsein zu verändern, die jeweilige Thematik und Situation zu erkennen, anzunehmen und in Liebe und Verständnis loszulassen. Gelingt uns dies nicht, weil das Bad und besonders das WC nicht förderlich situiert sind, ev. sogar schräg im Raum stehen, drehen wir uns womöglich im Kreis, befinden uns im „Hamsterrad“, und die Dinge wiederholen sich laufend.

Glücklicherweise haben sich die Bäder im Laufe der Zeit total verändert und sind teilweise echte Wellnessoasen.
Ich erinnere mich gut an meine Kinderzeit, als wir bei unserer Oma noch aufs „Plumpsklo“ mussten, das sich ausserhalb der Wohnung/Haus befand. Dies bedeutete, dass die Loslassprozesse und Veränderungen nicht so grosse Bedeutung hatten, sondern dass es im Alltag ums pure Überleben und das Versorgtsein ging. Die Herausforderung bestand auch darin, im „Aussen“ sauber dazustehen.

Heute sind die Bäder/WC innerhalb, in den eigenen Wohnräumen. Es geht also auch um ein „inneres“ Reinigen von Verhaltens- und Denkmustern, die nicht mehr angebracht sind.
Je grösser nun also ein Bad ist und Raum in unserem Grundriss einnimmt, umso mehr sucht sich das Thema Beachtung. Ist es ein kleiner Raum, messen wir dem Bewusstseinsprozess nicht so grosse Aufmerksamkeit bei. Die Themen bleiben eher unbewusst.

Dies ist ebenso bei fensterlosen Bädern. Wir tappen im wahrsten Sinne des Wortes im „Dunklen“ und können die notwendigen Veränderungsprozesse nicht erkennen. Auch spiegelt so eine Situation unsere verborgenen, teilweise unbewussten Ängste.
In diesem Falle ist es hilfreich den Raum konstant mit einer Salzkristall-Lampe zu beleuchten. Beim Eintreten ins Bad empfängt uns somit ein warmes, orangefarbenes Licht. Orange ist unter anderem die Farbe der Leichtigkeit, der Fröhlichkeit und der Kreativität. Somit unterstützt dies freudig den Reinigungsprozess mit neuen kreativen Impulsen. Ein zusätzliches Fensterbild öffnet optisch den  fensterlosen „Stauraum“ und bringt die Energie ins fliessen.

Ein Bad sollte immer warm und liebevoll hergerichtet sein. Ist es doch unser intimster Raum, in dem wir uns auch entblössen und am schnellsten frieren. Ein kaltes, liebloses Bad zeigt auf, dass wir mit uns selbst auch nicht ganz liebevoll und im „Reinen“ sind.

Oft werde ich gefragt, ob der „Klodeckel“ offen sein sollte oder geschlossen. Daraufhin kann ich nur schmunzelnd fragen: „Warum hat ein WC überhaupt einen Deckel?“ Nicht umsonst sind diese doch vorhanden! Wenn der Deckel offen bleibt, sieht man beim Eintreten ins Bad dieses „Loch“ das den Blick unweigerllich in die Tiefe zieht. So verhält es sich dann auch mit den Themen. Anstelle von vorwärts schauen, neigen wir eher dazu, zu resignieren und die Dinge nicht zu verändern. Eine Hoffnungslosigkeit, was das Thema des Bagua-Bereiches betrifft, macht sich im Alltag breit, so in dem Sinne „ich kann es ja eh nicht verändern, es ist eben Schicksal!“
Also… Klodeckel zu… und ein motivierendes, freudiges Bild, Klangspiel oder Mobilé oberhalb des Spülkastens auf Augenhöhe  anbringen, das den Blick beim Betreten des Bades nach oben zieht und somit auch die Stimmung und Hoffnung motivierend positiv verändert.

Dies  sind nur wenige Beispiele und Möglichkeiten, ein Bad zu harmonisieren und uns in unseren Loslass- und Veränderungsprozessen zu unterstützen. Natürlich sollte immer dem ganzen Raum Aufmerksamkeit geschenkt, das bestmögliche herausgefunden und umgesetzt werden. Nach Möglichkeit sollte das Bad wirklich zu den schönsten Wohlfühlräumen gehören. Es nützt jedoch nichts, eine Wohlfühloase mit Sauna ect. zu bauen, die dann aber nicht benutzt wird. So läge dann das Potenzial brach.

Das Handwaschbecken, die Dusche, die Badewanne und die Waschmaschine stehen auch für bedeutende Lebensthemen. Doch dazu mehr bei meinem nächsten Workshop oder bei einer persönlichen Beratung.

Viel Freude bei der Gestaltung Ihres Bades und den damit einhergehenden Veränderungen wünsche ich Ihnen herzlichst.

Intuitives Feng Shui-Seminar

18. – 19. Juni 2016
Ort: Baar/Zug
Anmeldeschluss: 8. Juni 2016

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